Althemenes

Althemenes

ALTHEMĔNES, is, Gr. Ἀλθημένης, εος, ( Tab. XX.) des Kreteus Sohn, machete sich mit seiner Schwester, der Apemosyne, aus Creta hinweg, als er vernahm, das Orakel hätte seinem Vater zu verstehen gegeben, er würde von einem seiner Söhne dereinst getödtet werden, weil er auf solche Art dergleichen That zu vermeiden meynete. Er begab sich nach Rhodus, wo er bald darauf seine Schwester umbrachte. Denn als dieselbe vorgab, sie wäre von dem Mercurius zu Falle gebracht worden, so hielt er solches für ein Gedicht, und stieß sie mit den Füßen, daß sie umkam. Da nun Kreteus endlich zu einem hohen Alter kam, und dem Althemenes sein Reich übergeben wollte, so machete er sich mit einem Theile seiner besten Leute nach besagter Insel. Es hielten ihn aber die dasigen Hirten für einen Räuber, und wurden mit ihm handgemein. Ob er sich nun wohl zu erkennen gab, so konnte er doch vor der Hunde Bellen nicht gehöret, und verstanden werden. Indessen kam Althemenes den Hirten zu Hülfe; und, weil er seinen Vater nicht kannte, so erlegete er ihn mit einem Wurfspieße. So bald er aber seinen Fehler erkannte, so bath er die Götter, ihn auch wegzunehmen, welche sich denn die Erde aufthun, und ihn verschlingen ließen. Apollod. lib. III. c. 2. §. 1. 2. Einige wollen, daß ihm selbst das Orakel gesaget, wie er seinen Vater noch umbringen werde, worauf er sich nach Kamiro in Rhodus begeben, daselbst dem atabyrischen Jupiter einen Tempel erbauet, und endlich seinen Vater erleget, als solcher des Nachts an der Insel angeländet, und folglich einer den andern nicht erkennen können; worauf er sich denn von allen Leuten abgesondert, und endlich in der Einsamkeit vor Betrübniß gestorben sey. Diod. Sicul. lib. V. c. 59.


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  • Cretêvs — CRETÊVS, ëi, Gr. Κρητεὺς, έως, (⇒ Tab. XX.) des Minos und der Pasiphae, oder auch Krete, Sohn, König in Kreta, hatte zu Töchtern die Aerope, Klymene und Apemosyne, zum Sohne aber den Althemenes. Da er nun dereinst das Orakel wegen seines Todes… …   Gründliches mythologisches Lexikon

  • Apemosyne — APEMOSỸNE, es, Gr. Ἀπεμοσύνη, ης, (⇒ Tab. XX.) des Creteus Tochter, die mit ihrem Bruder dem Althemenes aus Creta nach Cypern entwich. Als sie aber von dem Mercurius zu Falle gebracht worden, so stieß sie ihr Bruder, in der Meynung, daß sie sich… …   Gründliches mythologisches Lexikon

  • Atabyrivs — ATABYRIVS, i, Gr. Ἀταβύριος, ου ein Beynamen des Jupiters, welchen er von dem Berge Atabyrius, oder Atabyris, welcher der höchste in der Insel Rhodus war, führete. Strabo lib. XIV. p. 655. Er hatte aber auf solchem seinen besondern Tempel, und… …   Gründliches mythologisches Lexikon

  • Clymene [4] — CLYMĔNE, es, (⇒ Tab. XX.) des Creteus Tochter und Enkelinn des Minos welche ihr Vater dem Nauplius übergab, sie mit sammt ihrer Schwester, der Aerope, in ein fremdes Land wegzuführen, weil ihm das Orakel gesagt, daß er von einem seiner Kinder… …   Gründliches mythologisches Lexikon

  • Apémosyne — ou Apémosyné, dans la mythologie grecque, fille de Catrée, un des fils du roi de Crète, Minos et de Pasiphaé. Hermès était tombé amoureux d elle, mais la jeune fille s était enfuie, et le dieu ne parvenait pas à la rattraper (elle courait plus… …   Wikipédia en Français

  • CRETENIA — locus Rhodi, ubi Althemenes liabitabat; qui, cum ex oraculo patrem se occisurum accepisset, dum fugit, ne hoc perpetret, noctu in navigium incidit, in quo piratas esse ratus patrem occidit. Steph …   Hofmann J. Lexicon universale

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